Easter Wrestling Tournament 2018 in Utrecht

Der Veranstalter UKV de Halter hatte vom 30.03.2018 – 01.04.2018 zum 48. internationalen Easter Wrestling Tournament, dem größten Turnier in Europa, nach Utrecht in den Niederlanden eingeladen. Es gingen 691 Ringer und Ringerinnen aus 23 Ländern an den Start. Der Ausrichter de Halter Utrecht, der sich wie immer bestens vorbereitet und gewappnet zeigte, hatte 43 Sportler am Start, stellte damit die teilnehmerstärkste Mannschaft und siegte in der Mannschaftswertung letztlich auch vor Eszergrom BSE (Ungarn) und Legends of Gold Beresford (USA). Unter den 102 angetretenen Teams lesen sich zudem Namen wie Danish Wrestling, Cridflda Paris, Team Georgia, Team Austria, Team New York oder Makkabi Eilat – und dies ist nur eine kleine Auswahl derer, die der Veranstaltung das gewohnte internationale Flair verliehen haben.

Unabhängig vom Ausgang oder dem Abschneiden der eigenen Athleten muss wohl jedem angereisten Sportsfreund das Herz aufgegangen sein, haben solche Wettkämpfe doch zumindest im europäischen Raum absoluten Seltenheitswert. Es wurde auf 7 Matten gerungen und an den zwei Tagen fanden über 1.300 Kämpfe statt. Für Ringsportanhänger war dieses Event definitiv eine wahrlich schöne Alternative zum Eiersuchen! Nicht nur, weil einem ein sportlicher Leckerbissen geboten wurde, sondern auch, weil das Ganze in äußerst netter, angenehmer und sportlicher Atmosphäre abgelaufen ist.

Der KSV Bamberg wurde durch Lukas Tomaszek vertreten. Nachdem er bereits im Jahr 2014 an dem Turnier teilnahm und damals den 5. Platz erreichte, ging er diesmal in der Altersgruppe Männer 18 – 20 Jahre bis 77 kg an den Start. Als Freistilspezialist war es natürlich äußerst schwer, im griechisch-römischen Stil international vorne mitzumischen. Mit Marko Spirat, dem späteren fünftem, vom TJ Sokol Pilzen, stand ihm gleich ein schwerer Brocken gegenüber. Am Anfang konnte Lukas gut Paroli bieten, musste sich aber im weiteren Kampfgeschehen Spirat geschlagen geben.

Der zweite Kampf war eine nicht zu lösende Aufgabe. Lukas stand dem späteren Turniersieger und Nationalmannschafts Ringer aus Ungarn, Tams Levi vom Eszergrom BSE gegenüber. Dieser ging gleich zu Beginn des Kampfes wie eine “Maschine” los und lies Lukas keine Chance. Trotz der zwei Niederlagen war es eine gute Erfahrung auf internationaler Bühne und daraus kann man lernen und sich weiterentwickeln. Bei so einem großen Turnier zählt es wie bei Olympia – Dabei sein zählt.

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