Heimniederlage gegen den SC 04 Nürnberg

Landesliga Nord

KSV Bamberg – SC 04 Nürnberg 9:26

Am verdienten Erfolg der starken Gäste, gegen welche die KSVler mit T. Sharipov, Ph. Glücker, Lucian Diaconu und Dirk Schmidt gleich auf vier ihrer Stammkräfte verzichten mussten, gab es am Ende nichts zu rütteln.“ Diese Hypothek wog einfach zu schwer,“ resümierte KSV Präsident Thomas Tomaszek, welcher sich im letzten Saisonkampf auf eigener Matte mehr Spannung gewünscht hätte. Schade und ärgerlich zugleich, denn vor ihren treuen Fans hätte dieses Spitzenduell nochmals zu einem echten Saisonhighlight für die Bamberger werden sollen. Doch so dominerten die in Bestbesetzung angetretenen Nürnberger, welche sich mit diesem Erfolg auf dem zweiten Tabellenplatz positioniert haben. Nachdem Spitzenreiter ATSV Kelheim im Duell gegen seinen Verfolger vom TSV Weißenburg nichts anbrennen ließ, ist den Oberpfälzern vor dem letzten Kampftag der Titel nicht mehr zu nehmen.
Die Kämpfe im Einzelnen:
Philip Kegel (57 kg/Gr.-röm) kämpfte im Aufeinandertreffen mit dem erfahrenen J. Gerschmann zusätzlich noch mit dem Handicap einer Erkältung, so dass er trotz leidenschaftlichem Einsatz seine Führung nicht über die Zeit retten konnte (0:2). „Max“ Brandmayer (130 kg/Freistil) hatte mit der Athletik von R. Matiev seine liebe Not, fand nicht zu seinem Kampfstil und unterlag nach technischer Überlegenheit. (0:6).
Zum wiederholten Male stellte ein gegnerisches Team gegen den KSV-Spitzenringer Stoyko Rusev (61 kg/Freistil) keinen Gegner, so dass er auch diesmal die Punkte bereits auf der Waage gewann (4:6). Darius Mayek (98 kg/Gr.-röm) blieb gegen den forsch agierenden L. Muoh unter seinen Möglichkeiten, so dass der clevere Gast frühzeitig zu einem überlegenen Punktsieg kam (4:10).
Die Gewichtsklasse bis 86 kg (Freistil) konnten die Bamberger nicht besetzen, so sie die Punkte hier kampflos an B. Czimre verloren (4:14). Christopher Kegel (66 kg/Gr.-röm) startete gegen P. Mohammed mit einer Bilderbuchaktion in den Kampf, was auf den Gast wie ein Weckruf wirkte. Die hohe Risikobereitschaft des KSVlers nutzte sein erfahrener Kontrahent immer wieder clever aus und punktete sich so zu einem technischen Überlegenheitssieg (4:18).
Der in der zweiten Mannschaft beheimatete Denis Birke (80 kg/Gr.-röm) stand anfänglich gut gegen M. Kaltschew, welchem er sogar die ersten Punkte abnahm. Ein Kopfzug des Gastes brachte diesem im weiteren Verlauf dann dennoch einen Schultersieg (4:22). Einen tollen Kampf lieferte KSV-Nachwuchsmann David Held (71 kg/Freistil) gegen den haushohen Favoriten A. Bordhin, welcher gegen den jungen KSVler einmal sogar mächtig in Bedrängnis geriet. Auch wenn der Gast Dank seiner großen Routine letztlich zu einem überlegenen Punktsieg kam, setzte der talentierte Bamberger mit seinem engagierten Kampfstil wiederholt ein dickes Ausrufezeichen (4:26).
Benedikt Panzer (75 kg/Gr.-röm) wechselte in mannschaftsdienlicher Weise die Stilart und zeigte gegen Mert Can Sen auch hier seine Klasse. Dabei beherrschte er diesen in jeder Phase des Kampfes und punktete sich in überzeugender Manier zu einem 15:0 Überlegenheitssieg (8:26). Im letzten Aufeinandertreffen duellierten sich mit Lukas Tomaszek (75 kg/Freistil) und A. Drozdek nochmals zwei Hochkaräter beider Teams, wobei die Zuschauer voll auf ihre Kosten kamen. In einem von Taktik und kontrollierter Offensive geprägten Geschehen unterstrich der KSVler einmal mehr sein großes Können und setzte nach kluger Vorbereitung die entscheidende Aktion zu einem mit hoher Cleverness errungenen Sieg (9:26).