KSV durchkreuzt Weißenburger Titelträume

Landesliga Nord

TSV Weißenburg – KSV Bamberg 10:24

Die heimischen Anhänger trauten ihren Augen nicht, wie der bisherige Tabellenzweite TSV Weißenburg von einem hochkonzentriert auftretenden und von KSV-Coach André Nielges wieder erstklassig eingestelltem Gäste-Team aus der Domstadt regelrecht demontiert wurde. Dabei hatten die Hausherren nichts unversucht gelassen und wieder ihre beiden ungarischen Nationalringer mit an Bord genommen, um auf der Zielgeraden den aktuellen Tabellenführer ATSV Kelheim noch abzufangen.
Was dann folgte, war eine taktische und kämpferische Meisterleistung der Bamberger, welche sich für die unglückliche Niederlage in der Vorrunde erfolgreich revanchierten und am Ende mit 24:10 auch in dieser Höhe als verdienter Sieger von der Matte gingen.
Philip Kegel (57 kg/Gr.-röm) setzte gegen F. Schmied mit einer tollen Leistung gleich das erste Ausrufezeichen. Ging das Duell im Vorkampf noch knapp an den Weißenburger, ließ der junge KSVler diesmal seinem Kontrahenten keine Chance und schulterte diesen in überzeugender Manier (0:4). Ein ganz dickes Brett musste „Max“ Brandmayer (130 kg/Freistil) gegen den ungarischen Spitzenringer Adam Mertse bohren, in welchem er mit seiner Defensivtaktik anfänglich gut stand, sich letztlich aber der Überlegenheit des Hausherren beugen musste (4:4).
Der Gegner von Stoyko Rusev (61 kg/Freistil) trat bereits mit Übergewicht an; den anschließenden Freundschaftskampf gegen L. Posch erledigte der KSVler dann gewohnt souverän mittels technischer Überlegenheit (4:8). Motiviert und entschlossen agierte Darius Mayek (98 kg/Gr.-röm) gegen L. Will, der sich den fortwährenden Angriffen des Bambergers kaum erwehren konnte und sich nach 1:11 Min auf beiden Schultern wieder fand (4:12).
Einen attraktiven und griffreichen Kampf lieferten sich der mit Trainingsrückstand angetretene Christopher Kegel (66 kg/Gr.-röm) und M. Wallmüller, welchen der KSVler nach einer Energieleistung mit 18:10 für sich entscheiden konnte (4:15). Lucian Diaconu (86 kg/Freistil) hatte mit B. Mastronicola ebenfalls noch eine Rechnung aus dem Vorkampf offen und ließ diesmal von Beginn an keinen Zweifel aufkommen, wer als Sieger die Matte verlassen wird. Am Ende der Kampfzeit hatte er einen überzeugenden 10:3 Punktsieg für seine Farben eingefahren (4:17).
Lukas Tomaszek (71 kg/Freistil) ließ gegen L. Stengel bei einem ungefährdeten 12:0 Punktsieg immer wieder in sehenswerter Weise seine Klasse aufblitzen. Mit zielstrebigen Offensiv-Aktionen punktete er sich zu einem hochverdienten Erfolg (4:20). Die Klasse bis 80 kg (Gr.-röm) konnten die Bamberger nicht besetzen, so dass hier die Punkte kampflos an die Hausherren gingen (8:20).
Ein ringerisches Highlight war das auf Augenhöhe geführte Duell zwischen Philipp Glücker (75 kg/Gr.-röm) und dem ungarischen Nationalkaderringer Pal Kottes, welches der Gastgeber nach einem leidenschaftlichen und taktisch hervorzuhebenden Auftritt des KSVlers nur mit viel Mühe und einem hart erkämpften Punktsieg für sich entscheiden konnte (10:20). Seine ganze Erfahrung brachte Tamerlan Sharipov (75 kg/Freistil) gegen J. Stengel auf die Matte, welchen er mit seiner herausragenden ringerischen Klasse von Beginn an dominierte und im weiteren Verlauf vorzeitig zu einem technischen Überlegenheitssieg kam (10:24).

Gruppenliga Nord

KSV Bamberg II – RC Bergsteig Amberg 4:48

Die von wiederholten Personalsorgen geplagte Zweite des KSV musste beim RC Bergsteig Amberg eine 48:4 Niederlage hinnehmen. Die Punkte erkämpfte David Held, welcher gleich beide Duelle für sich entscheiden konnte.

Schüler – Bezirksliga Mittelfranken/Oberfranken

KSV Bamberg – TSV Weipenburg 22:13

Die KSV-Schüler zeigten eine starke Mannschaftleistung und sicherten sich mit einem 22:13 Sieg beim TSV Weißenburg bereits zwei Kampftage vor Schluss einen hervorragenden dritten Platz in der Abschlusstabelle. Für die KSVler holten Xaver Engelhardt, Johann Engelhardt, Nils Hetzel, Quirin Liebl (je 4) und Lukas Bittel sowie Laurenz Schiel (je 3) die Punkte. Einen starken Kampf lieferte auch Muchmad Chakimov, welcher gegen einen der stärksten Ringer der Gastgeber, E. Vinkovics, nur ganz knapp einen Sieg verpasste.